Der Nebenhoden ist ein längliches, stark aufgefaltetes Organ, das am oberen und hinteren Pol des Hodens liegt. Dort reifen die Spermien heran und werden gespeichert. Bei einer Epididymitis kommt es zu einer bakteriellen Entzündung dieses empfindlichen Bereichs – häufig ausgelöst durch aufsteigende Infektionen aus der Harnröhre oder Blase.
Der Urologe tastet Hoden und Nebenhoden ab und kann oft schon durch die typische Schmerzlokalisation (meist im oberen Hodenpol) die Verdachtsdiagnose stellen. Zusätzlich werden Urinuntersuchungen, Abstriche und ein Hodensonografie (Ultraschall) durchgeführt, um z. B. eine Hodentorsion auszuschließen.
Die Therapie richtet sich nach der Ursache:
Wie lange dauert eine Epididymitis?
In der Regel bessern sich die Beschwerden nach wenigen Tagen unter Therapie. Eine vollständige Ausheilung dauert meist 2–3 Wochen.
Ist die Erkrankung ansteckend?
Nur wenn sie durch sexuell übertragbare Erreger wie Chlamydien verursacht wird – dann sollte auch derdie Sexualpartnerin mitbehandelt werden.
Kann eine Epididymitis unfruchtbar machen?
In seltenen Fällen ja – insbesondere bei beidseitigem Befall oder chronischem Verlauf. Deshalb ist eine rasche Behandlung wichtig.
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