Wenn der Stein drückt: Alles Wichtige zur Behandlung von Nierensteinen

Viele Nierensteine entstehen unbemerkt. Doch plötzlich verändert sich die Situation: starke, wellenartige Flankenschmerzen, Übelkeit und eine enorme Unruhe setzen ein.

Wenn ein Stein aus der Niere in den engen Harnleiter gelangt, kann er dort teilweise oder vollständig den Urinfluss blockieren. Dadurch steigt der Druck im Nierenbecken rasch an. Dieser Druck führt zu einer starken Dehnung der empfindlichen Wandstrukturen und aktiviert Schmerzrezeptoren.

Gleichzeitig versucht der Harnleiter, den Stein durch kräftige, wellenartige Muskelbewegungen weiterzuschieben. Diese sogenannten Koliken sind besonders schmerzhaft, weil sie krampfartig und rhythmisch auftreten. Warum ein Nierenstein behandelt werden sollte erzähle ich in diesem Blog.

Dr. med. Daniel Seiler

11. Mai 2026

Muss ich operiert werden?

Nicht jeder Stein muss operiert werden – aber manche schon

Eine der wichtigsten Fragen in der Urologie lautet: Kann der Stein von selbst abgehen – oder nicht?

Kleine Steine können oft spontan mit dem Urin ausgeschieden werden. In diesen Fällen reicht eine Schmerztherapie und ausreichend Flüssigkeit.

Problematisch wird es jedoch, wenn:

  • der Stein zu gross ist
  • der Harnleiter blockiert wird
  • die Niere gestaut ist
  • Starke, anhaltende Schmerzen bestehen

Dann ist eine urologische Intervention notwendig, um Komplikationen zu vermeiden.

Erfahre mehr zum Diagnoseverfahren bei Nierensteinen

Moderne Behandlung ist heute schonend und präzise

Die gute Nachricht: Die heutige Steintherapie ist in den meisten Fällen minimal-invasiv. Je nach Situation stehen folgende Verfahren zur Verfügung:

  • Ureteroskopie: endoskopische Entfernung über die Harnwege
  • Lasertherapie: gezielte Steinzerkleinerung
  • Stosswellenbehandlung (ESWL): Zertrümmerung von aussen ohne Operation
  • Harnleiterschiene (Stent): Entlastung bei Abflussstörung

Warum der richtige Zeitpunkt entscheidend ist

Früh erkannt, lassen sich viele Fälle konservativ oder minimal-invasiv behandeln. Wird jedoch zu lange gewartet können folgende Schäden verursacht werden:

  • Nierenschädigung
  • Infektionen
  • Anhaltenden Koliken

Vorbeugung ist ein zentraler Bestandteil

Nach der akuten Phase ist die Ursache entscheidend. Häufig lassen sich neue Steine verhindern durch:

  • ausreichende Flüssigkeitszufuhr
  • angepasste Ernährung
  • Reduktion von Salz und tierischem Eiweiss
  • Stoffwechselabklärung bei wiederkehrenden Steinen

Gerade bei wiederholten Nierensteinen lohnt sich eine gezielte urologische Abklärung.

Operative Behandlung bei Dr. med. Seiler

Bei einer notwendigen operativen Sanierung von Nierensteinen bietet Dr. med. Seiler gezielt die ureteroskopische Steinbehandlung (URS) an.

Die URS ist eine minimal-invasive Methode, bei der der Stein über die natürlichen Harnwege entfernt wird – ohne äussere Schnitte.

Vorteile einer ureteroskopischen Steinbehandlung:

  • direkte und präzise Steinentfernung
  • sehr hohe Erfolgsrate
  • kurze Erholungszeit
  • keine äusseren Wunden

Kann man mit einem schmerzenden Nierenstein fliegen?

Fliegen mit einem akuten Nierenstein ist grundsätzlich nicht empfohlen, insbesondere wenn bereits Schmerzen bestehen oder eine Kolik aufgetreten ist.

Der Grund dafür ist einfach: Während eines Fluges kann sich der Zustand verschlechtern, ohne dass sofort medizinische Hilfe verfügbar ist. Zusätzlich können Druckveränderungen und Flüssigkeitsmangel die Beschwerden verstärken.

Wann sollte man nicht fliegen?

  • bei akuten Flankenschmerzen (Nierenkolik)
  • bei bekanntem, nicht abgegangenem Harnleiterstein
  • bei Fieber oder Verdacht auf Harnwegsinfekt
  • kurz vor einer geplanten urologischen Intervention

Wann ist Fliegen möglich?

Ein Flug ist in der Regel erst dann unproblematisch, wenn:

  • der Stein abgegangen oder entfernt wurde
  • keine Beschwerden mehr bestehen
  • keine Abflussstörung der Niere vorliegt

Im Zweifel gilt: vor Reiseantritt urologisch abklären lassen

Starke Nierenschmerzen? Eine frühzeitige Abklärung verhindert Komplikationen

Wir setzen auf moderne urologische Diagnostik und minimal-invasive Therapieverfahren, um Ihnen rasch Linderung zu verschaffen und die bestmögliche Behandlung zu gewährleisten.

In unserer Praxis in Zürich stehen Erfahrung, Präzision und individuelle Betreuung im Mittelpunkt.

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