Prostatakrebs entsteht meist langsam und unbemerkt. Zu den wichtigsten Risikofaktoren gehören:
Viele Prostatakrebserkrankungen verursachen lange keine Beschwerden. Deshalb ist regelmäßige Vorsorge so wichtig: Sie ermöglicht die frühzeitige Erkennung von Tumoren, erhöht die Behandlungschancen, reduziert Komplikationen und gibt Patienten Sicherheit und Klarheit über ihre Gesundheit.
Schritt 1: PSA-Bluttest
Wann: Bei Vorsorgeuntersuchungen ab 45 Jahren (oder früher bei Risikofaktoren).
Zweck: PSA (prostataspezifisches Antigen) im Blut gibt Hinweise auf mögliche Veränderungen.
Interpretation: Ein einmalig erhöhter Wert ist kein direkter Krebsnachweis. Wichtig ist der Verlauf über Zeit sowie das Verhältnis zu Alter und Prostatagröße.
Handlung: Bei leicht erhöhtem PSA → Wiederholung nach 6–12 Wochen, Ausschluss von Entzündungen oder mechanischer Reizung.
Schritt 2: Digitale rektale Untersuchung (DRU)
Wann: Begleitend zum PSA-Test oder bei auffälligem PSA/Verlauf.
Zweck: Tastuntersuchung zur Beurteilung von Größe, Konsistenz und Knoten in der Prostata.
Bedeutung: Manche Tumoren sind tastbar, andere nicht – daher ergänzend zum PSA.
Schritt 3: Bildgebung (MRT der Prostata)
Wann: Bei erhöhtem PSA oder auffälliger DRU, bevor eine Biopsie durchgeführt wird.
Zweck: Präzise Darstellung der Prostata, Lokalisierung verdächtiger Bereiche.
Vorteil: Ermöglicht gezielte Biopsien, reduziert unnötige Punktionen, verbessert die Genauigkeit der Diagnose.
Schritt 4: Prostata-Biopsie
Wann: Bei auffälligen Befunden im PSA-Verlauf oder MRT.
Ablauf: Gewebeproben werden systematisch oder gezielt aus verdächtigen Arealen entnommen (transrektal oder transperineal).
Auswertung: Histologische Untersuchung liefert Gleason-/ISUP-Score – entscheidend für die Beurteilung der Aggressivität.
Risiken: Blut im Urin/Samen, selten Infektionen; Antibiotika und sorgfältige Vorbereitung minimieren Komplikationen.
Schritt 5: Therapieentscheidung
Wann: Nach vollständiger Diagnostik (PSA-Verlauf, DRU, Bildgebung, Biopsie).
Zweck: Individuelle Therapieplanung abhängig von Tumorstadium, Aggressivität, Alter und Begleiterkrankungen.
Nach der Behandlung ist eine kontinuierliche Kontrolle entscheidend:
Je nach Tumorstadium, Alter und Allgemeinzustand des Patienten stehen mehrere Behandlungswege zur Verfügung:
Aktive Überwachung (Active Surveillance)
Strahlentherapie
Hormontherapie
Radikale Prostatektomie (operative Entfernung der Prostata)
Bei der radikalen Prostatektomie wird die gesamte Prostata entfernt. Der Eingriff erfolgt selten offen (per Bauchschnitt) oder minimal-invasiv (laparoskopisch oder roboterassistiert, z. B. mit dem DaVinci®-System).
OP Dauer: ca. 3 Stunden.
Aufenthaltsdauer im Spital: 5 Tage
Urinkatheter: meist für 5–7 Tage
Vorteile
Hohe Heilungschance bei frühzeitigem Befund
Gezielte Entfernung des Tumorgewebes
Mögliche Nebenwirkungen
Vorübergehende oder dauerhafte Inkontinenz
Erektionsstörungen
Wie erkenne ich Prostatakrebs?
Frühe Stadien verursachen meist keine Symptome. Warnzeichen in späteren Stadien können häufiger Harndrang, nächtliches Wasserlassen oder Schmerzen beim Wasserlassen sein.
Wie sicher ist der PSA-Test?
Der PSA-Test ist ein wichtiger Hinweisgeber, aber kein absoluter Beweis für Krebs. Er wird immer zusammen mit anderen Befunden bewertet.
Ist Prostatakrebs heilbar?
Ja – vor allem im Frühstadium liegen die Heilungschancen bei über 90 %.
Muss ich mich operieren lassen?
Nicht zwangsläufig. Die Entscheidung hängt von Tumorstadium, Alter und Wunsch des Patienten ab. Oft ist auch eine strahlentherapeutische oder abwartende Therapie möglich.
Wie lange bin ich nach der Operation arbeitsunfähig?
In der Regel 4–6 Wochen, je nach körperlicher Belastung im Beruf.
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