Mit zunehmendem Alter können sich Größe und Funktion der Prostata verändern. Ein Check dient vor allem dazu:
Viele Erkrankungen verursachen zunächst keine oder nur milde Symptome, weshalb eine reine Selbstbeobachtung nicht ausreicht.
1. Gespräch (Anamnese)
Ihr Urologe fragt nach Beschwerden, Vorerkrankungen, familiären Risiken und eventuellen Veränderungen beim Wasserlassen. Das Gespräch ist diskret und dient dazu, Ihre persönliche Situation einzuschätzen.
2. Körperliche Untersuchung
Hierzu zählt die tastende Untersuchung der Prostata über den Enddarm (DRU). Sie dauert nur wenige Sekunden und ermöglicht eine erste Einschätzung von Größe, Konsistenz und möglichen Verhärtungen.
3. PSA-Bluttest (optional, je nach Empfehlung)
Der PSA-Wert ist ein Laborwert, der Hinweise auf Prostataveränderungen geben kann. Er wird häufig zur Früherkennung eingesetzt, muss aber immer im Gesamtzusammenhang bewertet werden.
4. Ultraschall der Prostata und Blase
Mit moderner Ultraschalltechnik lassen sich Größe, Struktur und Restharnmenge beurteilen – vollkommen schmerzfrei.
5. Weitere Untersuchungen (falls notwendig)
Je nach Befund können zusätzliche Tests wie Urinuntersuchung, uroflowmetrische Messungen oder eine MRT-Abklärung sinnvoll sein.
Nicht jedes Symptom bedeutet automatisch eine ernste Erkrankung – trotzdem sollte eine Abklärung erfolgen, wenn eines der folgenden Anzeichen auftritt:
Auch ohne Symptome ist eine Vorsorge ab einem bestimmten Alter sinnvoll.
Ein Prostata-Check dient nicht nur dazu, Krebs auszuschließen. Häufige Diagnosen sind:
Gutartige Prostatavergrößerung (BPH): Sehr verbreitet ab dem mittleren Alter, führt oft zu Symptomen beim Wasserlassen.
Prostatitis (Entzündung der Prostata): Kann akut oder chronisch auftreten und ist meist gut behandelbar.
Prostatakrebs: Die häufigste Krebsart beim Mann – früh erkannt sehr gut therapierbar.
Unauffälliger Befund: Sehr häufig zeigen die Untersuchungen keinerlei Auffälligkeiten.
Ein unauffälliger Befund ist eine gute Nachricht. Er bedeutet:
In diesem Fall empfiehlt der Urologe lediglich:
Ein Prostata-Check dient also nicht nur der Diagnose möglicher Erkrankungen, sondern auch der Sicherung Ihres langfristigen Gesundheitszustands.
Bei einem Prostata-Check kann auch eine gutartige Prostatavergrößerung (BPH) auffallen, die häufig zu Beschwerden beim Wasserlassen führt. Je nach Befund stehen unterschiedliche Behandlungen zur Verfügung – von Medikamenten bis zur TUR-P (Prostata-Operation), bei der überschüssiges Gewebe schonend entfernt wird.
Weitere Informationen zu BPH und der TUR-P finden Sie gesammelt auf unserer entsprechenden Themenseite.