Prostata Untersuchung

Eine regelmäßige Prostata-Untersuchung ist ein zentraler Bestandteil der Männergesundheit
Die regelmäßige Prostatavorsorge ermöglicht es, Veränderungen der Prostata frühzeitig zu erkennen und gesundheitliche Risiken besser einzuschätzen. In der Urologie Rotes Schloss führen wir eine sachliche und strukturierte Untersuchung durch, bestehend aus Anamnese, körperlicher Beurteilung und – je nach Bedarf – ergänzenden diagnostischen Verfahren. Ziel ist eine klare, zuverlässige Einschätzung Ihres aktuellen Vorsorgestatus.

Prostata-Check: Warum er wichtig ist und was Sie erwartet

Mit zunehmendem Alter können sich Größe und Funktion der Prostata verändern. Ein Check dient vor allem dazu:

  • Frühzeitige Erkennung von Prostatakrebs
  • Abklärung gutartiger Prostatavergrößerung (BPH)
  • Erkennung von Entzündungen (Prostatitis)
  • Beurteilung von Beschwerden beim Wasserlassen
  • Allgemeine Vorsorge für Männer ab 45 Jahren, oder früher bei familiärem Risiko

Viele Erkrankungen verursachen zunächst keine oder nur milde Symptome, weshalb eine reine Selbstbeobachtung nicht ausreicht.

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Was wird beim Prostata-Check untersucht?

1. Gespräch (Anamnese)

Ihr Urologe fragt nach Beschwerden, Vorerkrankungen, familiären Risiken und eventuellen Veränderungen beim Wasserlassen. Das Gespräch ist diskret und dient dazu, Ihre persönliche Situation einzuschätzen.

2. Körperliche Untersuchung

Hierzu zählt die tastende Untersuchung der Prostata über den Enddarm (DRU). Sie dauert nur wenige Sekunden und ermöglicht eine erste Einschätzung von Größe, Konsistenz und möglichen Verhärtungen.

3. PSA-Bluttest (optional, je nach Empfehlung)

Der PSA-Wert ist ein Laborwert, der Hinweise auf Prostataveränderungen geben kann. Er wird häufig zur Früherkennung eingesetzt, muss aber immer im Gesamtzusammenhang bewertet werden.

4. Ultraschall der Prostata und Blase

Mit moderner Ultraschalltechnik lassen sich Größe, Struktur und Restharnmenge beurteilen – vollkommen schmerzfrei.

5. Weitere Untersuchungen (falls notwendig)

Je nach Befund können zusätzliche Tests wie Urinuntersuchung, uroflowmetrische Messungen oder eine MRT-Abklärung sinnvoll sein.

Welche Symptome können auf Prostataprobleme hinweisen?

Nicht jedes Symptom bedeutet automatisch eine ernste Erkrankung – trotzdem sollte eine Abklärung erfolgen, wenn eines der folgenden Anzeichen auftritt:

  • Häufiger oder nächtlicher Harndrang
  • Abgeschwächter Harnstrahl
  • Verzögerter Beginn beim Wasserlassen
  • Gefühl der unvollständigen Blasenentleerung
  • Schmerzen oder Brennen beim Wasserlassen
  • Blut im Urin oder im Sperma
  • Schmerzen im Beckenbereich oder im unteren Rücken

Auch ohne Symptome ist eine Vorsorge ab einem bestimmten Alter sinnvoll.

Wann sollte ein Prostata-Check durchgeführt werden?

  • ab 45 Jahren: Regelmässige Vorsorge für Männer
  • ab 40 Jahren: Wenn ein naher Verwandter (Vater, Bruder) Prostatakrebs hatte
  • bei Beschwerden: wie oben beschrieben
  • bei Kontrollbedarf: nach bereits bekannten Prostataerkrankungen

Erfahre was bei einer Vorsorgeuntersuchung alles untersucht wird

Welche Diagnosen können sich aus einem Prostata-Check ergeben?

Ein Prostata-Check dient nicht nur dazu, Krebs auszuschließen. Häufige Diagnosen sind:

Gutartige Prostatavergrößerung (BPH): Sehr verbreitet ab dem mittleren Alter, führt oft zu Symptomen beim Wasserlassen.

Prostatitis (Entzündung der Prostata): Kann akut oder chronisch auftreten und ist meist gut behandelbar.

Prostatakrebs: Die häufigste Krebsart beim Mann – früh erkannt sehr gut therapierbar.

Unauffälliger Befund: Sehr häufig zeigen die Untersuchungen keinerlei Auffälligkeiten.

Erfahre mehr zum Thema Prostatakrebs

Was bedeutet es, wenn ich völlig gesund bin?

Ein unauffälliger Befund ist eine gute Nachricht. Er bedeutet:

  • keine Hinweise auf Prostatakrebs
  • keine Entzündung
  • keine behandlungsbedürftige Vergrößerung
  • normale Funktion und unauffällige Diagnostik

In diesem Fall empfiehlt der Urologe lediglich:

  • regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen (typischerweise alle 1–2 Jahre)
  • Beachtung eventueller späterer Symptome
  • gesunde Lebensgewohnheiten, die die Prostata schützen können

Ein Prostata-Check dient also nicht nur der Diagnose möglicher Erkrankungen, sondern auch der Sicherung Ihres langfristigen Gesundheitszustands.

Die Prostata-Operation

Bei einem Prostata-Check kann auch eine gutartige Prostatavergrößerung (BPH) auffallen, die häufig zu Beschwerden beim Wasserlassen führt. Je nach Befund stehen unterschiedliche Behandlungen zur Verfügung – von Medikamenten bis zur TUR-P (Prostata-Operation), bei der überschüssiges Gewebe schonend entfernt wird.

Weitere Informationen zu BPH und der TUR-P finden Sie gesammelt auf unserer entsprechenden Themenseite.

Mehr Informationen zur gutartigen Prostatavergrösserung