Die Penisverkrümmung – medizinisch als Induratio penis plastica oder Peyronie-Krankheit bekannt – ist eine gutartige, aber oft belastende Veränderung des Penis, bei der sich im Schwellkörper Bindegewebsverhärtungen (Plaques) bilden. Diese führen zu einer sichtbaren Krümmung des Glieds – vor allem im erigierten Zustand. In schweren Fällen kann das zu Schmerzen, Erektionsproblemen oder sogar zu einer Einschränkung beim Geschlechtsverkehr führen.
In den meisten Fällen verfolgen wir zunächst eine abwartende Haltung für etwa 12 Monate, da sich die Krümmung in dieser Zeit noch verändern – in manchen Fällen sogar verbessern – kann. Erst wenn die Erkrankung in eine stabile Phase übergeht und der Leidensdruck hoch bleibt, prüfen wir gemeinsam mit dem Patienten weitere Schritte.
Ist eine Penisverkrümmung gefährlich?
Nein, sie ist nicht lebensbedrohlich – kann aber die Lebensqualität und Sexualität erheblich beeinträchtigen.
Wie häufig ist die Peyronie-Krankheit?
Etwa 3–9 % der Männer sind betroffen, meist im mittleren oder höheren Alter.
Kann sich die Krümmung von selbst zurückbilden?
In etwa 10–20 % der Fälle bildet sich die Krümmung spontan zurück – meist bleibt sie jedoch bestehen oder verschlimmert sich.
Muss ich mich operieren lassen?
Nur wenn die Beschwerden stark ausgeprägt sind und der Sex nicht mehr möglich ist.
Beeinträchtigt die Verkrümmung die Fruchtbarkeit?
Nein, nicht direkt – es sei denn, der Geschlechtsverkehr ist dadurch unmöglich.
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