Eine Spermatozele ist eine mit Samenflüssigkeit gefüllte Zyste, die sich im Bereich des Nebenhodens (Epididymis) bildet. Sie entsteht meist durch eine Abflussstörung in den feinen Gängen des Nebenhodens, wodurch sich Samenflüssigkeit staut und einkapselt.
In den meisten Fällen bleibt die Spermatozele beschwerdefrei und wird nur zufällig entdeckt, z. B. beim Abtasten oder einer urologischen Untersuchung. Wenn sie größer wird, kann es zu folgenden Symptomen kommen:
Die Diagnose erfolgt durch eine körperliche Untersuchung und einen Ultraschall (Sonografie). Die Zyste ist meist klar als flüssigkeitsgefüllte Struktur zu erkennen. Bei Unsicherheit kann eine zusätzliche Tastuntersuchung oder Durchleuchtung helfen.
Nicht unbedingt. Solange die Spermatozele keine Beschwerden verursacht oder sehr klein ist, reicht in der Regel eine regelmäßige Kontrolle.
Behandlungsoptionen bei Beschwerden:
Konservative Therapie: Bei leichten Beschwerden oft ausreichend: Tragen von enganliegender Unterwäsche oder Schmerzmittel.
Operative Entfernung: Wird empfohlen, wenn die Spermatozele groß ist oder Schmerzen verursacht. Der Eingriff erfolgt meist stationär unter Vollnarkose.
Wichtig: Nach der Operation besteht ein geringes Risiko, dass die Fruchtbarkeit beeinträchtigt wird, wenn auch der Nebenhoden betroffen ist. Daher wird vor allem bei jüngeren Patienten zunächst abgewartet.
Ist eine Spermatozele gefährlich?
Nein, es handelt sich um eine gutartige Veränderung, die nicht bösartig wird. Eine Abklärung ist trotzdem wichtig, um andere Erkrankungen auszuschließen.
Wie groß kann eine Spermatozele werden?
Sie kann wenige Millimeter klein sein oder mehrere Zentimeter groß werden – bei Beschwerden sollte ärztlich abgeklärt werden, ob eine Entfernung sinnvoll ist.
Kann sie von selbst verschwinden?
Nein, eine Spermatozele bildet sich in der Regel nicht spontan zurück – bleibt sie jedoch klein und beschwerdefrei, ist keine Behandlung nötig.
Besteht ein Zusammenhang mit Hodenkrebs?
Nein – eine Spermatozele ist klar von bösartigen Tumoren zu unterscheiden. Dennoch sollte jeder neu tastbare Knoten immer ärztlich abgeklärt werden.
Wird die Fruchtbarkeit beeinträchtigt?
Normalerweise nicht. Nur bei größeren Eingriffen am Nebenhoden kann es vereinzelt zu Einschränkungen kommen. Das wird im Vorfeld genau besprochen.
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