Spermatozele (Nebenhodenzyste)

Etwa 30-40% der Männer entwickeln im Laufe ihres Lebens eine Nebenhodenzyste
Die Nebenhodenzyste, auch Spermatozele genannt, ist eine mit Flüssigkeit gefüllte Zyste, die im Nebenhoden entsteht. Diese Zysten sind meist gutartig und enthalten Spermien. Sie bilden sich normalerweise in den Kanälen des Nebenhodens, die für die Speicherung und den Transport von Spermien verantwortlich sind. Spermatozelen treten in der Regel bei Männern im mittleren Alter auf, können aber in jedem Alter vorkommen.

Was ist eine Spermatozele?

Eine Spermatozele ist eine mit Samenflüssigkeit gefüllte Zyste, die sich im Bereich des Nebenhodens (Epididymis) bildet. Sie entsteht meist durch eine Abflussstörung in den feinen Gängen des Nebenhodens, wodurch sich Samenflüssigkeit staut und einkapselt.

Symptome – spürt man eine Spermatozele?

In den meisten Fällen bleibt die Spermatozele beschwerdefrei und wird nur zufällig entdeckt, z. B. beim Abtasten oder einer urologischen Untersuchung. Wenn sie größer wird, kann es zu folgenden Symptomen kommen:

  • Spürbare, weiche Schwellung oberhalb oder hinter dem Hoden
  • Ziehende oder leichte Druckschmerzen
  • Einseitiges Schweregefühl im Hodensack

Diagnose – wie wird eine Spermatozele erkannt?

Die Diagnose erfolgt durch eine körperliche Untersuchung und einen Ultraschall (Sonografie). Die Zyste ist meist klar als flüssigkeitsgefüllte Struktur zu erkennen. Bei Unsicherheit kann eine zusätzliche Tastuntersuchung oder Durchleuchtung helfen.

Muss eine Spermatozele behandelt werden?

Nicht unbedingt. Solange die Spermatozele keine Beschwerden verursacht oder sehr klein ist, reicht in der Regel eine regelmäßige Kontrolle.

Behandlungsoptionen bei Beschwerden:

Konservative Therapie: Bei leichten Beschwerden oft ausreichend: Tragen von enganliegender Unterwäsche oder Schmerzmittel.

Operative Entfernung: Wird empfohlen, wenn die Spermatozele groß ist oder Schmerzen verursacht. Der Eingriff erfolgt meist stationär unter Vollnarkose.

Wichtig: Nach der Operation besteht ein geringes Risiko, dass die Fruchtbarkeit beeinträchtigt wird, wenn auch der Nebenhoden betroffen ist. Daher wird vor allem bei jüngeren Patienten zunächst abgewartet.

FAQ – Zur Spermatozele

Ist eine Spermatozele gefährlich?

Nein, es handelt sich um eine gutartige Veränderung, die nicht bösartig wird. Eine Abklärung ist trotzdem wichtig, um andere Erkrankungen auszuschließen.

Wie groß kann eine Spermatozele werden?

Sie kann wenige Millimeter klein sein oder mehrere Zentimeter groß werden – bei Beschwerden sollte ärztlich abgeklärt werden, ob eine Entfernung sinnvoll ist.

Kann sie von selbst verschwinden?

Nein, eine Spermatozele bildet sich in der Regel nicht spontan zurück – bleibt sie jedoch klein und beschwerdefrei, ist keine Behandlung nötig.

Besteht ein Zusammenhang mit Hodenkrebs?

Nein – eine Spermatozele ist klar von bösartigen Tumoren zu unterscheiden. Dennoch sollte jeder neu tastbare Knoten immer ärztlich abgeklärt werden.

Wird die Fruchtbarkeit beeinträchtigt?

Normalerweise nicht. Nur bei größeren Eingriffen am Nebenhoden kann es vereinzelt zu Einschränkungen kommen. Das wird im Vorfeld genau besprochen.

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